Sven-Ingo Koch
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Foto: © Astrid Ackermann

„...musikalische Struktur, die vor allem durch ihre Verräumlichung, ein Wechselspiel von Nähe und Ferne überzeugt..."  (Gerhard Rohde, Neue Musik Zeitung: 2005 /03)
 
"...Und.Weit.Flog. (Räume - Bewegungen), hier vom Radio-Sinfonieorchester des SWR kompetent aufgeführt, arbeitet virtuos mit Raumwirkungen und sich verschiebenden Klangfeldern und ist geradezu suggestiv orchestriert - ein gewaltiges, überbordendes Werk für Orchester."  (Frank Armbruster, Stuttgarter Zeitung, 1.2.2005)

"...Das Auryn-Quartett spielte das ungemein expressive und facettenreiche Werk mit faszinierender Präzision..." (Guido Krawinkel, General-Anzeiger Bonn, 10.6.2010, anlässlich der Uraufführung von Sven-Ingo Kochs I. Streichquartett)

„... Unter der Fülle des Gebotenen ragte am Samstag die Aufführung der „Nostalgia“ für Oboe und Streichquartett von Sven-Ingo Koch besonders hervor. Nach der Uraufführung beim Leicester International Music Festival vor zwei Jahren erlebten die Konzertbesucher mit dem englischen Oboisten Nicholas Daniel und dem Vogler-Quartett die brillante Deutsche Erstaufführung. Als kleine Hörhilfe durch den  atonalen Klangraum gab der 40jährige Autor einige Einblicke in Struktur und Material seines hoch expressiven Werkes. Bei allen Viertonelementen auf und ab, über kanonischen Führungen und Umkehrungen schien er sich zu scheuen, über Gehalt und Anmutung zu sprechen. Der Hinweis auf die Hommage an den russischen Filmregisseur Andrei Tarkowski und seinen gleichnamigen, 1983 entstandenen Film „Nostalghia“ ermöglichte den wie gebannt lauschenden Zuhörern einen besseren Zugang in das komplexe Werk. Wie im Film, so wird auch in der Musik das bedrückende Motiv tropfenden Regens wirksam, das Thema eines vereinsamten Menschen, der suchend durch fremde Räume wandert. Da tönte eine unglaubliche Skala an Empfindungen, an nostalgischen Rückblenden und Reflektionen. Die Oboe markiert darin zwischen obertöniger Zweistimmigkeit und heftig aufbegehrenden Gesten den einsamen Menschen. Als am Ende unter Glockengeläut alle Klangvisionen in sich zusammenfielen, war die Assoziation zu Chopins seelischem Zusammenbruch im Kloster von Valdemosa nicht weit, auch dort  unter ständigem „Regentropfen“. Begeisterter Applaus belohnten Komponist und Ausführende für ein grandioses Werk zeitgenössischer Musik und seine packende  Wiedergabe....“  (Paul O. Krick, Saarbrücker Zeitung, Juli 2014)   

"...Den nachhaltigsten Eindruck hinterließ dabei Sven-Ingo Kochs 'Tableau/Plateaux', ein knapp fünfminütiges Werk, das gegenläufige musikalische Schichten in ruhigen, schleichenden Duktus zusammenführt und trotz seiner Komplexität auf die Zurschaustellung kompositorischer Virtuosität verzichtet." (Stephan Schwarz, Süddeutsche Zeitung, 18.6.2007)

„ … Dazu gehören die Kontextualisierung von heterogenen Elementen, das Aushalten von Gegensätzen, die Projektion außermusikalischer Erfahrungen in die kompositorische Arbeit, ein Weltbezug, der sich mit den heutigen Lebensbedingungen auseinandersetzt, ein Komponieren, das nicht nach neuen Klängen sucht, sondern nach einer neuen Musik...“  (Hanno Ehrler, Ausschnitt einer Radioportraitsendung. Erstsendung im DeutschlandRadio Berlin Kultur am 8.3.05.)
 
„...Der Komponist versteht sich darauf, ungewöhnliche Klangfarben und -mixturen zu spannenden Abläufen zu verdichten..."  (Gisela Gronemeyer, Kölner Stadtanzeiger 22.2.2001)

"...grandioses Können..." (Reinhardt Brembeck, Süddeutsche Zeitung, 10.7.2007)

"...bildhafte, träumerische Raffinesse" (Münchener Merkur, 10.7.2007)

„...Überhaupt führt die Vermengung eines Hangs zur Rigorosität im Formbereich mit der gleichzeitigen Resonierung des unverwechselbaren Klangcharakters eines jeden Instrument zu einer sehr persönlich geprägten Art der musikalischen Organik. Am Stärksten hervorzuheben sei jedoch Sven-Ingo Kochs Fähigkeit, einen grossen semantischen Reichtum aus seinen Materialien zu gewinnen. Diese Musik 'spricht.'" (Brian Ferneyhough im Programmtext zur Aufführung von Buchtungen in der Berliner Akademie der Künste 22.3.2002)

"...in beiden Stücken ['M und J und nicht anders (die Utopie nicht vergessen)' und 'Il Ricordo della Ciacona'] war das Prinzip verwirklicht, den einzelnen Instrumenten heterogene Bausteine zuzuordnen, die für sich jeweils ein Eigenleben führen, die aber dann schließlich, die schrundig widersprüchliche Struktur lösend, zur Einheit zusammenfinden. Was stringent und überzeugend gelang..." (Reinhard Schulz, Süddeutsche Zeitung, 31.5./1.6.2008)

„...Dort (Kalifornien) habe er (Sven-Ingo Koch) 'ganz allmählich das Prinzip der dissonanten Montage entdeckt...' Er illustriert das, indem er von einem Erlebnis berichtet, das er auf dem Campus der Universität von San Diego hatte: unvermittelt habe sich ein Glockenspiel mit Zwölftonmusik, kaum hörbar, aus der Ferne, in ein akustisches Umfeld von Rockmusik gemischt: 'Das hat etwas in mir ausgelöst.'  Außer den 'endlosen Weiten der Wüste', die Sven-Ingo Koch in Musik transformiert hat, sei es das 'utopische Potenzial, das im Zusammenleben verschiedenster Kulturen dort deutlich werde', das ihn fasziniert habe. 'Es gibt viele Wahrheiten dort', sagt Sven-Ingo Koch...  Und die Offenheit, die er während der 'extrem produktiven Zeit in Kalifornien' erlebt habe, resultierte in der Absicht, in seiner Musik Disparates zusammen zu bringen.  Dabei gehe es ihm um eine 'Gleichzeitigkeit von etwas, was eigentlich nicht gleichzeitig ist', beschreibt er den Ansatz der dissonanten Montage.  Solche Verbindungen zu formulieren, dabei spiele in seiner Musik die Harmonik eine zentrale Rolle, die einerseits die Elemente trenne, andererseits die Möglichkeit biete, sie im Verlauf eines Werks prozessual zu verbinden, sei sein Anliegen.  Damit bezieht sich der Komponist auch auf prägende Tendenzen der klassischen Moderne Europas, etwa auf den Surrealismus. ...das Losgerissensein von den eigenen Wurzeln in der Zeit seines Aufenthalts in Kalifornien sowie die Fragen, die die Rückkehr nach Europa aufgeworfen habe, biete die Möglichkeit, Grundsätzliches zu reflektieren. Antworten ahne er allenfalls...  Zur Zeit fühle er sich 'im realen wie im metaphorischen Sinn heimatlos', sagt der Komponist, und fährt fort: 'Die Heimat ist das Suchen.'“  (Th.Janssen, EJZ,12.11.2005)  

 

 







 




 
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