Studien der Komposition in Essen, San Diego und Stanford, u.a. bei Nicolaus A. Huber, Roger Reynolds und Brian Ferneyhough, der Computer-Komposition am ICEM bei Dirk Reith; außerdem des Klavierspiels und der Musikwissenschaft. Zutiefst geprägt auch durch den aus diesen Studien resultierenden Kalifornien-Aufenthalt (1999-2003) und dem Leben dort, ermöglicht durch Stipendien des DAAD und der Stanford University. 2002-03 in Stanford Lehrauftrag für Komposition als Assistent Brian Ferneyhoughs. Seit Juli 2003 wieder freischaffend in Deutschland, seit 2006 meist in Düsseldorf lebend (die Wüsten und Strände Kaliforniens aber unsäglich vermissend).
Zahlreiche Preise, u.a. Folkwangpreis 1999, Stuttgarter Kompositionspreis 2003, Elisabeth-Schneider-Preis 2005 und Düsseldorfer Musikförderpreis 2006. Ferner das Jahresstipendium der Heinrich-Strobel-Stiftung des SWR 2004, das Stipendium des Künstlerhofes Schreyahn 2005, das Stipendium von Schloss Solitude 2007 und das EHF-Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung. 2008 Gastkünstler am ZKM und ebenfalls 2008 ein mehrmonatiger Venedigaufenthalt als Stipendiat des Kulturstaatsministers. 2011 wird Sven-Ingo Koch ein Jahr als Stipendiat
der Villa Massimo in Rom leben.
Aufführungen bei vielen großen Festivals, wie z.B. der Münchener Biennale, der Lyon Biennale, dem Warschauer Herbst, Eclat, Ultraschall, Musica Viva, dem MDR Musiksommer, den Dresdener Tagen für Neue Musik, musica viva Helsinki und den Weltmusiktagen. 2007 Composer in Residence der Rencontres Musicales de Haute Provence.
Neben Aufführungen durch große Orchester wie das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und das Tokyo Symphony Orchestra wird Sven-Ingo Kochs Musik regelmässig von Solisten wie Chen Halevi, Jean-Guihen Queyras, Pascal Gallois, Dirk Rothbrust und Ensembles wie dem Auryn Quartett, den Neuen Vocalsolisten oder der musikFabrik aufgeführt. Für das Ensemble Ascolta entstanden Musiken zu abstrakt-experimentellen Filmen der 1920er Jahre von Walter Ruttmann, die wiederholt auch im Fernsehen ausgestrahlt wurden. März 2009 erschien eine Portrait-CD in der Reihe Edition Zeitgenössische Musik (WERGO) des Deutschen Musikrates mit größeren Orchester- und Ensemblewerken.
Zu Sven-Ingo Kochs aktuellen Projekten zählen ein Klavier-Solo-Werk, das als Auftrag des SWR / Eclat Festival für Florian Hölscher entsteht, ein Werk für Oboe und Streichquartett als Auftrag der Kunststiftung NRW und des Leicester Music Festival für Nick Daniel sowie ein neues Ensemblestück für das Ensemble Ascolta als Auftrag der Tonhalle Düsseldorf.